Donnerstag, 27. September 2012

Geringes Interesse an der Politik?

Das gestrige Wahlpodium zu den Stadt- und Gemeinderatswahlen in Langenthal hinterlässt bei mir eine durchzogene Bilanz. Auffällig war das offensichtliche Nicht-Interesse der Wählerschaft. Es waren keine 10 Personen anwesend, die nicht selber als Kandidierende auf einer Liste aufgeführt sind! Und diese kaum 10 Personen dürften sich ihre Meinungen schon im Vorfeld gemacht haben.

Hier stellt sich mir wirklich die Frage, ob das Interesse nicht vorhanden ist, oder ob die Meinungen der Interessierten so unumstösslich sind, oder ob die Mehrheit der Wähler derart frustriert und enttäuscht ist, dass solche Veranstaltungen nicht besucht werden? Wir könnte man denn die Wähler interessieren und auch mobilisieren, dieses beinahe weltweit einzigartige Privileg auch in Anspruch zu nehmen und an den Wahlen und Abstimmungen aktiv teilzunehmen? Vor allem die Jugend stellt hier ein grosses Potenzial dar, geht es doch um die Themen, die das Leben der Jungen beeinflussen, da Entscheidung und Umsetzung doch meistens einige Jahre in Anspruch nehmen und von zukünftigen Generationen "gelebt" werden.

Für Rückmeldungen und Vorschläge, wie man in diesen Fragen die breite Wählerschaft erreichen kann, bin ich natürlich dankbarer Empfänger :-) !

Sehr positiv gestimmt hat mich die Tatsache, dass die politischen Lager nicht generell gespalten sind, sondern auf der Sachebene durchaus auch gleicher Meinung sein können! So kam es gestern mehrmals vor, dass sich Vertreter der verschiedensten Parteien gegenseitig Recht gaben und in ihren Äusserungen unterstützten, was doch einigermassen speziell anmutete.

Natürlich gab es aber auch die andere Tatsache festzustellen, dass es sehr wohl Themen gibt, bei denen die Meinungen unterschiedlicher nicht sein könnten und man sich kaum je zu einem Konsens finden wird, da dieser den Grundüberzeugungen der Parteien widersprechen würde.

So wird wohl der Wähler vermehrt in die Pflicht genommen werden, wenn bei zukünftigen Abstimmungen öfters mit Variantenvorschlägen gearbeitet wird, aus denen es auszu"wählen" gilt, so wie bei der Abstimmung über die Motorfahrzeugsteuer. Dies wiederum bedeutet ein erhöhtes Mass an Aufklärung und Information durch und für die Wähler. Die Selbstverantwortung der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger wird zunehmen - hoffentlich auch die Eigeninitiative!

Diese Entwicklung lässt sich ja auch mit der Zusammenstellung belegen, die gestern in den Nachrichten von SFDRS aufgezeigt wurde zum Thema Einigungskonferenz. Hierbei handelt es sich um das Gremium welches zum Einsatz kommt, wenn sich National- und Ständerat bei einem Geschäft nicht einig werden. Zwischen 1902 und 1991 wurde diese Konferenz nur 15 mal einberufen. Zwischen 1991 und 2002 bereits 27 mal und seit 2002 trat dieses Gremium schon 62 mal zusammen! Dies zeigt mir auf, dass sich die Fronten auch hier eher verhärten und die Kompromissbereitschaft zwischen den Räten abgenommen hat.

Dabei sollte ja das höchste Ziel eines jeden Politikers das Wohl des Volkes sein. Doch darunter verstehen lange nicht mehr alle das Gleiche. Das macht aber auch den Unterschied aus, zwischen einer Demokratie und einer Diktatur, dass man sich diesen Spannungen und Unterschieden stellt und trotzdem gemeinsam nach einem Weg sucht.

Deshalb freue ich mich sehr auf diese Wahlen und hoffe, dass wir als EDU diesmal den Einzug in den Stadtrat schaffen werden, damit auch diese Facette der Bürger im Stadtparlament vertreten sein wird!

Dienstag, 25. September 2012

Die ersten Wahlplakate stehen!

Es ist schon etwas sehr Besonderes, wenn man sich so das erste Mal auf einem grossen Wahlplakat selber sieht. Daran muss ich mich erst noch gewöhnen. Aber irgendwie cool ist es schon. Wer es sehen will, fahre einfach mal die Aarwangenstrasse in Langenthal Richtung Stadtzentrum. Dann solte es von alleine auffallen.



Mit dem grossen Wahlpodium morgen abend in der Alten Mühle wird dann wohl der offizielle Wahlkampf eingeläutet. Bin gespannt, ob da mehr Leute kommen, als letztes Jahr vor den NR-Wahlen?

Würde mich auf jeden Fall freuen, den Einen oder die Andere an diesem Anlass zu treffen und etwas plaudern zu können.

Vielen Dank an Thomas Lohnke, sowie Andreas und Esther Nyfeler für die Mithilfe beim Plakate kleben!

Mittwoch, 19. September 2012

Das Wahlprogramm und der Flyer stehen!

Seit gestern habe ich nun den fertigen Wahlflyer und das Wahlprogramm in Händen. Das ist schon noch etwas sonderbar, wenn man sich selber auf diesem Hochglanz-Papier sieht, auf dem sonst immer "die Anderen" sind. Aber das gehört natürlich dazu, man will und muss sich ja bekannt machen!

Hier also der Flyer und die dazugehörige Wahlempfehlung für die Stadtratswahlen vom 28.10.2012. Natürlich die Liste 7 unverändert einwerfen, das hilft mir und den Kandidaten der EDU am meisten. Sollte jemand noch andere Kandidaten wählen wollen, besteht ja die Möglichkeit, den jeweiligen Namen auf dem Wahlzettel der EDU (Liste 7) auf den leeren Zeilen zweimal zu nennen. Damit erhält der Kandidat die einzelnen Stimmen, die EDU behält aber die Listenstimme und die Einzelstimmen auch der leeren Zeilen.



Und wie dieser Flyer etwas aus dem Rahmen fällt, werden auch wir und unsere politischen Grundhaltungen sicher immer wieder etwas anecken. Aber das ist meiner Meinung nach eher förderlich als hinderlich für ein miteinander Vorwärtskommen, als wenn alles einfach nur abgenickt und so wie schon immer gemacht wird. Schliesslich ist es sicher gut, Altbewährtes zu prüfen und zu hinterfragen und das Gute zu behalten und das weniger Gute zu verbessern.

Deshalb einmal mehr danke für die Untertsützung, die ich bereits erhalten habe und die am Wahltag ihre Früchte tragen wird!

Montag, 17. September 2012

Überraschende EDU

Heute ist in der BZ Langenthaler Zeitung auf Seite 2 zu lesen: " Die EDU könnte höchstens der SVP oder der EVP einen Sitz wegnehmen. Aber selbst damit ist kaum zu rechnen."

Ganz klar, mit der EDU Langenthal rechnet niemand. Sicher waren die letzten vier Jahre eher ruhig. Ausser der damals national für Aufregung sorgenden Minarett-Initiative gab es kaum Impulse. Doch daraus zu schliessen, dass mit der EDU nicht zu rechnen sei, ist doch eher kurz gedacht! Im Stadtrat können wir die Kraft sein, die Fragen stellt zu alten Gewohnheiten. Wieso wird das, was man macht und beschliesst, so und nicht anders gemacht und beschlossen? Als nicht eingefleischte Politiker sehe ich mich und meine Mitkandidaten vielmehr als Vertreter derjenigen Einwohner von Langenthal, die denken, dass sie keine Stimme im Rat haben. Als langjähriger Mitarbeiter in verschiedensten Jugend-Zweigen kenne ich auch deren Bedürfnisse und nehme diese ernst. Nicht umsonst haben wir auch einen Vertreter der Zukunftsgeneration auf unserer Liste!

Am 28. Oktober 2012 wird sich also zeigen, ob man mit der EDU rechnen muss, oder nicht. Auf uns zählen kann man auf jeden Fall! Und ich zähle ebenso auf eine grosse und "überraschende" Wählerschaft.

Vielen Dank für die Ermutigungen und Unterstützungen, die ich bereits jetzt erhalte! Das macht Mut und gibt Kraft für mehr. Es ist übrigens erlaubt und gewünscht, Kommentare zu meinen Posts zu machen, Kritik und Bestätigung oder Anregungen und Anliegen werden gerne entgegen genommen.

Mittwoch, 12. September 2012

EDU im Boot mit der SVP

Nun ist also klar, wer mit wem in den Wahlkampf um die Stadtratsmandate ziehen wird!

Als EDU sind wir sehr froh, in der SVP einen starken und ernsthaften Verbündeten an unserer Seite zu wissen. Dank der Listenverbindung, die wir eingegangen sind, wird keine Stimme verloren gehen, auch wenn die EDU keinen Sitz machen sollte - was ich natürlich nicht hoffe oder glaube. Die Berner Zeitung Langenthaler Tagblatt vom Dienstag, 11. September 2012, titelte die Medienmitteilung folgendermassen: "SVP holt EDU ins Boot". Gemeinsam wollen beide Parteien für eine nachhaltige bürgerliche Politik zum Wohl der Stadt Langenthal verfolgen.

Am Meisten hilft es den Kandidaten der EDU aber, wenn die vorgedruckte Liste ohne Veränderungen eingeworfen wird, denn auch die leeren Zeilen bedeuten eine Stimme für die EDU, wenn der Parteiname darauf steht. Je mehr Stimmen wir machen können, umso mehr Sitze werden wir erobern!

Ich bin schon richtig gespannt und aufgeregt und hoffe auf zahlreiche Unterstützung aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis! Vielen Dank bereits jetzt schon an alle, die mich unterstützen!